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Köhlernächte

Robert Müller, Switzerland, 2017o

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Wearing heavy rubber boots, Fränz Röösli climbs atop his charcoal pile and starts poking holes into what he calls the “Grind” – the “head” or dome of the pile, which reaches four meters above ground. White smoke rises from the holes, curling around the charcoal burner to the whims of the wind before it is carried off into the dark of night. The documentary “Köhlernächte” by Robert Müller draws the viewer into the archaic world of commercial charcoal burning in Switzerland’s Napf region.

Filme über die archaische Urschweiz gibt es inzwischen ja einige. Diesen hier schaut man trotzdem gerne, denn er zeigt, was ist, statt zu verklären: Die Köhlerei als altes Handwerk, faszinierend, aber auch schlafraubend und so streng, dass die Männer derart drauflosfluchen, dass mancher Gangsterrapper blass würde.

Anna Kappeler

Galleryo

1/15/2018
Glühendes Ungetüm

Unaufgeregt, aber bildstark: In «Köhlernächte» wird gezeigt, wie aus Holz Kohle wird.

From Anna Kappeler

Filme über die Urschweiz gibt es einige, und nicht wenige nerven wegen ihrer Romantisierung. «Köhlernächte» von Robert Müller (Produzent «Die Wiesen­berger») ist anders. Den Film schaut man gern, denn er zeigt, was ist, statt zu verklären: die Köhlerei als ein vom Aussterben bedrohtes Handwerk. Es ist faszinierend archaisch, für die Köhler vor allem aber: saumässig anstrengend. In ganz Westeuropa wird die Arbeit nur noch im Entlebuch gewerbsmässig betrieben, und es gibt dort auch nur noch neun Köhler.

Einer von ihnen ist der 70-jährige Fränz Röösli. In körperlicher Schwerstarbeit baut er jedes Jahr nach genauen Vorgaben einen vier Meter hohen Holzmeiler auf. Dieser ist eine Art Ofen, in dessen Innern, einmal angezündet, während zweier bis dreier Wochen Holz zu Kohle wird bei bis zu 600 Grad. Eine Zeit, in der Röösli alle paar Stunden in seinen schweren Gummistiefeln auf den Meiler raufklettern, neue Löcher stechen und Holz nachlegen muss, damit der «Haufen» gleichmässig abbrennt. Sonst funktioniert die Verkohlung nicht. Bleiern also ist Rööslis Müdigkeit, trotz nächt­lichem Kafi Schnaps, und der Mond ist nicht romantisch, sondern von beissendem Rauch vernebelt. Der Mann kommt an Grenzen, das sei nun wirklich das letzte Jahr, schwört er sich und flucht derart drauflos, dass dabei mancher Gangster­rapper blass würde.

Kameramann Pio Corradi («Höhenfeuer») hält alles unaufgeregt und dennoch bildstark fest. Manchmal erinnert die Szenerie an eine Kunstperformance – den Rauch glaubt man bald selber zu riechen. So bangt man mit den Köhlern bis zum Schluss mit. Schliesslich, als Röösli die fertige Kohle stolz in die Kamera hält, freut man sich mit ihm und weiss: Er wird es nächstes Jahr wieder tun.

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St.Galler Tagblatt, 1/21/2018
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BZ Basel, 1/4/2018
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Interview mit Regisseur Robert Müller
/ Migros Magazin
de / 7/26/2018 / 2‘17‘‘

Interview mit Köhler Willy Renggli
Pia Riedweg / nau.ch
de / 1/3/2018 / 16‘53‘‘

Interview mit Regisseur Robert Müller
From Brigitte Häring / SRF
de / 14‘56‘‘

Movie Datao

Other titles
Pure Charcoal EN
Genre
Documentary 
Running time
93 Min.
Original languages
Swiss German, German
Ratings
cccccccccc
ØYour rating7.3/10
IMDB user:
7.3 (6)
cinefile-user:
< 10 votes
Critics:
< 3 votes q

Cast & Crewo

Robert MüllerDirected by
Pio CorradiDirector of photography
Fritz HauserMusic
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Bonuso

iVideo
Interview mit Regisseur Robert Müller
Migros Magazin, de , 2‘17‘‘
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Interview mit Köhler Willy Renggli
nau.ch, de , 16‘53‘‘
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gText
Review züritipp
Anna Kappeler
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Sascha Erni
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Review BZ Basel
Mathias Balzer
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Interview mit Regisseur Robert Müller
SRF / de / 14‘56‘‘
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