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Seed: The Untold Story

Jon Betz, Taggart Siegel, USA, 2017o

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Few things on Earth are as miraculous and vital as seeds. Worshipped and treasured since the dawn of humankind. "Seed: The Untold Story" follows passionate seed keepers protecting our 12,000 year-old food legacy. In the last century, 94% of our seed varieties have disappeared. As biotech chemical companies control the majority of our seeds, farmers, scientists, lawyers, and indigenous seed keepers fight a David and Goliath battle to defend the future of our food.

Der Kampf um das Saatgut dieser Erde ist ungerecht. David gegen Goliath - wenige Kleinbauern gegen global agierende Konzerne. Jahrtausende alte vielseitige Kulturpflanzen werden verdrängt durch wenige Hybridsorten. Dieser Dokumentarfilm deckt einen Problemkomplex auf, der noch immer nahezu unbekannt ist: Mehr als 90 Prozent aller Saatgutsorten sind bereits für immer verloren. Taggart Siegel und Jon Betz erzählen von der Hybris derjenigen, die durch genmanipulierte Saat etwas erschaffen haben, das sich längst unkontrollierbar verselbstständigt.

Ella Tiemann

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The Los Angeles Times, 9/28/2016

From Kimber Myers

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The Hollywood Reporter, 9/22/2016

From John DeFore

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film-rezensionen.de, 10/7/2018

From Oliver Armknecht

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kino-zeit.de, 6/18/2019

From Ines Meier

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Tages-Anzeiger, 8/20/2012
Die Profiteure der Dürre

Die hohen Mais- und Weizenpreise wecken Befürchtungen vor neuen Hungerkrisen in armen Ländern. Doch die Hersteller von Saatgut und Landmaschinen freuen sich auf höhere Umsätze.

From Anita Merkt

Der Generalsekretär der Welternährungsorganisation FAO, José Graziano da Silva, bezeichnet die rasant steigenden Preise für Mais und Weizen als «heikel». Da Silva forderte die USA auf, keinen Mais mehr zu Biosprit zu verarbeiten, um eine neue Nahrungsmittelkrise zu verhindern. Auch der Chef der Weltbank, Jim Yong Kim, warnte vor steigenden Lebensmittelpreisen und deren dramatischen Folgen für die Ärmsten.

Doch für die Hersteller von Saatgut oder Landmaschinen haben Dürren und steigende Getreidepreise auch ihr Gutes. Der Chef von Syngenta, Mike Mack, sieht in der aktuellen Krise grosse Chancen für seine Branche: «Aufgrund der stark gestiegenen Preise für ihre Ernten im Jahr 2007 haben viele Farmer eine Menge Geld in Saatgut und neue Anbautechnologien investiert», sagte Mack im Interview mit der «Times».

Saatguthersteller profitieren

ZKB-Chemieanalyst Martin Schreiber geht davon aus, dass die Hersteller von Düngemitteln und Saatgut von den wachsenden Preisen für Weizen, Mais und Soja profitieren werden. «Wenn die Getreidepreise hoch sind, investieren Landwirte mehr Geld in Dünger, Saatgut und Landmaschinen», so Schreiber. Die grossen Player wie Bayer, Dupont und Syngenta könnten davon nur profitieren. Bayer-Chef Marijn Dekkers hat Anfang August seine Wachstumserwartungen für die Pflanzenschutz- und Saatgut-Tochter Bayer Crop Science verdoppelt.

Vor allem in Südamerika sehen Grossgrundbesitzer zurzeit optimale Chancen, ihre Erträge zu erhöhen und rüsten ihre Maschinenparks auf. Traktor- und Ackergerätekonzerne wie Agco Corp oder Deere & Company rechnen in diesem Jahr mit Rekorderlösen und -gewinnen. Syngenta kündigte im Juli den Bau einer neuen Saatgutfabrik für Mais- und Sonnenblumensamen in Argentinien an.

Syngenta mit neuer Maissorte

Angesichts zunehmender Dürren und Wasserknappheit rund um den Globus setzen Agrochemiekonzerne wie Syngenta zunehmend auf neue Pflanzensorten, die mit weniger Wasser auskommen. Vor zwei Jahren brachte Syngenta als erster Hersteller eine «stressresistente» Maissorte auf den Markt. Agrisure Artesian soll Ernteeinbussen durch Dürrephasen um 15 Prozent verringern.

Ausserdem hat Syngenta zusammen mit Dow Chemical ein Spritzmittel entwickelt, das bei Pflanzen zu weniger Feuchtigkeitsverlust führen soll. Das «Invinsa» getaufte Mittel soll jährlich 500 Millionen Dollar Umsatz einbringen und in zwei Jahren auf den Markt kommen.

Nach der Rekorddürre in diesem Sommer wird so mancher Farmer in den USA bereit sein, mit neuen Pflanzen oder Spritzmitteln zu experimentieren. Die meisten Farmer dürften angesichts der massiv angestiegenen Preise sogar das Geld haben, um zusätzliche Investitionen zu schultern. Das Gros der US-Farmer ist durch Ernteausfallversicherungen gesichert. Ausserdem sind die erwarteten Ernteverluste im Vergleich zum Preisanstieg der letzten Monate gering. Die USA gehen davon aus, dass 17 Prozent der Maisernte verloren sind, die Preise für Mais sind in den vergangenen Monaten jedoch um 50 Prozent gestiegen.

Deutsche Bauern profitieren

Auch deutsche Bauern können heuer mit sehr guten Preisen für ihre Ernte rechnen. Der Weizenpreis an der Terminbörse in Chicago und der wichtigsten europäischen Getreidebörse Matif in Paris liegt derzeit bei 260 Euro pro Tonne. Im Juli letzten Jahres bekamen die Bauern für die Tonne lediglich 190 Euro. Für Schweizer Bauern sind die höheren Weltmarktpreise zurzeit noch nicht interessant. Der mit den Schweizer Mühlen vereinbarte Richtpreis für Weizen liegt bei 500 Franken pro Tonne und damit deutlich höher als die 260 Euro, die die Bauern der EU dieses Jahr erzielen. Beim Maispreis rechnet der Schweizer Bauernverband dieses Jahr mit einem Richtpreis um die 360 Franken pro Tonne. Das entspricht rund 300 Euro und ist noch immer deutlich mehr als die 260 Euro an der Pariser Terminbörse. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

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11/4/2018
Bio-Tresore können ein Drittel der gefährdeten Pflanzen nicht retten

Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 75 Prozent der bedrohten Pflanzenarten gesichert sein, so sieht es ein internationales Umweltabkommen vor. Dazu werden an vielen Orten Biobanken eingerichtet. Doch die gängige Methode der Einlagerung schadet den Samen, warnen Forscher jetzt.

From Tina Baier

Überall auf der Welt bauen Wissenschaftler derzeit Bio-Tresore auf, in denen sie unter anderem die Samen von Pflanzen einlagern. Ziel dieser Projekte ist es, so viele Arten wie möglich vor dem Aussterben zu retten und für die Nachwelt zu erhalten. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn weltweit verschwinden Arten in einem derart rasanten Tempo, dass die Biologen mit ihrer Arche-Noah-Aktion kaum nachkommen. Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 75 Prozent der bedrohten Pflanzenarten gesichert sein, so sieht es ein internationales Umweltabkommen vor.

Eine gerade in der Fachzeitschrift Nature Plants veröffentlichte Untersuchung verpasst diesen Bemühungen jetzt einen zusätzlichen Dämpfer. Drei Wissenschaftler der Königlichen Botanischen Gärten von Kew im Südwesten von London berichten, dass viele Pflanzen, darunter 36 Prozent der als stark gefährdet eingestuften Arten und 33 Prozent aller Bäume gar nicht gerettet werden können. Zumindest nicht mit der derzeit gängigen Methode, bei der die Samen zuerst getrocknet und dann bei minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Die Samen dieser Pflanzen können nämlich nicht mehr auskeimen, wenn man sie trocknet.

Schätzungen zufolge haben etwa acht Prozent aller Pflanzenarten weltweit solche trocknungsempfindlichen Samen. Besonders hoch ist der Anteil in den tropischen Regenwäldern, wo wahrscheinlich die Hälfte aller Bäume betroffen ist. Doch auch viele europäische Baumarten fallen in diese Kategorie, darunter Eichen, Rosskastanien und Süßkastanien. Auch Pflanzen, die für die Ernährung der Menschen wichtig sind, gehören dazu: Avocados zum Beispiel, Mangos und Kakao. Die meisten Getreidekörner keimen nach der Trocknungsprozedur hingegen problemlos wieder aus.

Doch die Zahl der Arten, die diese Methode nicht vertragen, ist der aktuellen Untersuchung zufolge viel höher als bisher vermutet. "Das Ziel, 75 Prozent der Pflanzenspezies bis zum Jahr 2020 zu sichern, ist so nicht zu erreichen", schreiben die Wissenschaftler in ihrer Untersuchung. Sie plädieren dafür, Alternativen zu entwickeln, mit denen auch die Samen trocknungsempfindlicher Pflanzen haltbar werden können. Eine Möglichkeit wäre nach Ansicht der drei Kew-Botaniker die sogenannte Kryokonservierung. Bei dieser Methode wird zunächst der Pflanzenembryo aus dem Samen entnommen und dann bei minus 196 Grad Celsius in Flüssigstickstoff eingefroren.

Weltweit gibt es bisher etwa 1400 Bio-Tresore für die Samen von Pflanzen

Die Autoren der Studie wollen die Kryokonservierung in ihrer eigenen Samenbank, der Millenium Seed Bank in Wakehurst Place, die zu den Königlichen Botanischen Gärten von Kew gehört, testen und so weiterentwickeln, dass sie überall auf der Welt eingesetzt werden kann. Die Konservierung in Flüssigstickstoff ist zwar viel aufwendiger als die bisher übliche Trocknung und Lagerung bei minus 20 Grad Celsius, hat aber noch einen weiteren Vorteil. Bei minus 196 Grad Celsius verlängert sich nämlich die Lebensdauer der meisten Samen, auch solcher, die problemlos getrocknet werden können.

Weltweit gibt es derzeit etwa 1400 Bio-Tresore, in denen die Samen von Pflanzen aufbewahrt werden. Die bekannteste neben der Millenium Seed Bank in Wakehurst ist der Global Seed Vault auf Spitzbergen, etwa 1300 Kilometer vom Nordpol entfernt. Als der Speicher vor gut zehn Jahren in Betrieb genommen wurde, dachte man, wegen der konstant kalten Temperatur im Permafrost den absolut sicheren Ort gefunden zu haben. Mittlerweile ist aber klar, dass wegen des Klimawandels sogar der Permafrost auftaut.

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Dokumentation: Bayer und Monsanto – die Saat der Gier
Ingolf Gritschneder, Michael Heussen / WDR
de / 1/16/2018 / 53‘24‘‘

Reportage: Der Kampf ums Saatgut
Jörg Wolf / SWR
de / 10/2/2015 / 6‘59‘‘

Reportage: Besserer Anbau mit Permakultur
Futuremag / ARTE
de / 10/2/2015 / 12‘41‘‘

Movie Datao

Other titles
Seed – Unser Saatgut DE
Genre
Documentary 
Running time
94 Min.
Original language
English
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ØYour rating7.5/10
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7.5 (231)
cinefile-user:
< 10 votes
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Cast & Crewo

Vandana Shiva
Andrew Kimbrell
Jane Goodall
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Dokumentation: Bayer und Monsanto – die Saat der Gier
WDR, de , 53‘24‘‘
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Reportage: Der Kampf ums Saatgut
SWR, de , 6‘59‘‘
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Reportage: Besserer Anbau mit Permakultur
ARTE, de , 12‘41‘‘
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Review The Los Angeles Times
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Hintergrundbericht zum Saathandel
Tages-Anzeiger / Anita Merkt
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Feature: Bio-Tresore & gefährdete Pflanzenarten
Süddeutsche Zeitung / Tina Baier
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