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Rupert Goold, UK, 2019o

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In 1968, singer Judy Garland arrives in Swinging London to perform a five-week run of concerts. It is 30 years since she shot to global stardom in The Wizard of Oz, but if her voice has weakened, its dramatic intensity has only grown. As she prepares for her comeback show, Judy battles with her management, charms musicians and reminisces with friends and adoring fans. Though she is still brimming with energy, it nonetheless becomes clear that the long years in showbusiness have taken their toll.

Konventionell gemachter Musikfilm, der aber durch die Hauptdarstellerin Renée Zellweger auf ein besonderes Niveau gehoben wird. Die ehemalige Bridget Jones trifft, nicht nur beim Singen, in allen Höhen und Tiefen den richtigen Ton. Und vermittelt spielend die Verführungskunst, die Schlagfertigkeit, aber auch die grausame Einsamkeit der Judy Garland. Sie wird als Oscarfavoritin gehandelt; den Golden Globe hat sie schon mal.

Matthias Lerf

Rupert Goolds Biopic über die große Sängerin und Entertainerin Judy Garland hat eine große Schwäche und eine große Stärke: Unglücklich ist der Fokus auf ihr letztes Lebensjahr (vor einer versehentlichen Tablettenüberdosis 1969), als sich Karriere und körperliche Verfassung bereits im freien Fall befinden und sie während eines Engagements in London versucht, die Magie der alten Tage noch einmal aufleben zu lassen. Renée Zellweger verkörpert diese dauerdeprimierte Garland aber mit einer aufregenden, manischen Energie und feinen Gespür für deren Manierismen. Sie singt selbst - und macht Garland dabei alle Ehre.

Annett Scheffel

Galleryo

The Guardian, 8/30/2019
All rights reserved The Guardian. Provided by The Guardian Archiv
Variety, 8/19/2019
All rights reserved Variety. Provided by Variety Archiv
Tages-Anzeiger, 1/2/2020
Eine schauspielerische Gratwanderung

Renée Zellweger, die Amerikanerin mit Schweizer Wurzeln, brilliert als Judy Garland.

From Fritz Göttler

Die Besetzung «makes bittersweet sense», ist sinnvoll auf eine bitter­süsse Weise, schrieb das US-Branchenblatt «Variety» über Renée ­Zellweger. Sie spielt die Judy Garland, die Show- und Hollywoodikone der Vierziger und Fünfziger, in dem Film «Judy» von Rupert Goold, der gerade angelaufen ist. Eine Ikone «spielt» man nicht, man kann sich ihr nur annähern, durch Empathie, nicht als Imitation, man muss immer auch die Distanz zum Original spürbar machen.

«Judy» erzählt vom Ende von Garlands Karriere und Leben, als sie auf dem Tiefpunkt ihrer Existenz ist, aus den heruntergekommenen Hotels ausgeschlossen wird, wo sie wohnt, und die Kinder in die Obhut ihres Gatten geben muss – und sie eine allerletzte Chance bekommt, ein mehrwöchiges Engagement im Londoner Nightclub «Talk of the Town».

Zellweger singt selbst, durchaus professionell, mit Hingabe und unbekümmert, obwohl sie natürlich nicht die vibrierende Kraft von Garlands Stimme hat. Genau das mache die Spannung dieser Filmbiografie aus, wie die Darstellerin und ihre Figur sich auf halbem Wege träfen, schrieb «Variety». Hollywood liebt solche Gratwanderungen – Zellweger ist für einen der Golden Globes nominiert, die am Sonntag vergeben werden.

Sie nahm sich eine sechsjährige Auszeit

Garland ist einer der Stars, an denen die Brutalität des Hollywoodsystems besonders deutlich wird. Mit siebzehn hatte sie einen denkwürdigen Erfolg als Dorothy in dem Film «Wizard of Oz», und «Judy» zeigt in Rückblenden, wie der Teenager von den Studioleuten Hollywoods strikt reglementiert wird, um den Vorstellungen vom Kindstar zu entsprechen. Hier beginnt die Spirale von Zerstörung und ­Selbstzerstörung, die schliesslich zu Garlands Tod 1969, an einer Überdosis Pillen, führte.

Auch Zellwegers Karriere weist heftige Schwankungen auf, das Naive trifft aufs Ambitionierte, Natürlichkeit auf Manierismen. Ihr grösster Erfolg – und die Rolle, von der sie nicht mehr loskommen sollte – war 2001 «Bridget Jones», in der Verfilmung des Best­sellers von Helen Fielding (plus zwei Fortsetzungen): Bridget, eine Londonerin in der Midlife-Krise, über­gewichtig, Raucherin, auf der Suche nach einem Mann fürs Leben – ­besonders prominent auf ihrer ­Suchliste: Hugh Grant und Colin Firth.

Zellweger, geboren am 25. April 1969, wuchs in Texas auf, der Vater war Schweizer, die Mutter Norwegerin. Einen ersten Erfolg hatte Zellweger 1996 in «Jerry Maguire», als Freundin von Tom Cruise. 2003 spielte sie dann in «Cold Mountain» von Anthony Minghella, für den sie einen Oscar und einen Golden Globe erhielt.

2010 begann sie, erstaunlich für einen Star, eine sechsjährige Auszeit vom Kino. Erstaunlich fand man auch, dass Zellweger sich 2014 mit einem völlig neuen Gesicht präsentierte, spitz­züngig wurden kosmetische Eingriffe vermutet.

«Cold Mountain» wurde von Harvey Weinstein produziert, daher geriet Renée Zellweger auch in die #MeToo-Spirale – Weinstein sagte, sie hätte sich für Rollenzusagen sexuell ­erkenntlich gezeigt. Eine Aussage, die von Zellweger drastisch ­zurückgewiesen wird.

All rights reserved Tages-Anzeiger. Provided by Tages-Anzeiger Archiv
Renée Zellweger and Rupert Goold break down a scene from "Judy"
/ Vanity Fair
en / 9/26/2019 / 10‘43‘‘

The Last Days of Judy Garland
/ E! True Hollywood Stories
en / 8/24/2017 / 86‘21‘‘

Renée Zellweger on playing Judy Garland
/ CBS
en / 9/21/2019 / 9‘31‘‘

Judy Garland sings "By Myself"
/ Buzz Stephens
en / 10/5/2016 / 5‘04‘‘

A conversation with the cast and crew of "Judy"
/ TIFF Talks
en / 9/10/2019 / 32‘10‘‘

On Judy Garland's 1969 London concerts
From / BBC
en / 50‘12‘‘

Movie Datao

Genre
Drama, Romance, Period piece
Running time
118 Min.
Original language
English
Ratings
cccccccccc
ØYour rating7.0/10
IMDB user:
7.0 (13242)
cinefile-user:
< 10 votes
Critics:
< 3 votes q

Cast & Crewo

Renée ZellwegerJudy Garland
Rufus SewellSidney Luft
Finn WittrockMickey Deans
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Bonuso

iVideo
Renée Zellweger and Rupert Goold break down a scene from "Judy"
Vanity Fair, en , 10‘43‘‘
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The Last Days of Judy Garland
E! True Hollywood Stories, en , 86‘21‘‘
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Renée Zellweger on playing Judy Garland
CBS, en , 9‘31‘‘
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Judy Garland sings "By Myself"
Buzz Stephens, en , 5‘04‘‘
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A conversation with the cast and crew of "Judy"
TIFF Talks, en , 32‘10‘‘
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gText
Review The Guardian
Peter Bradshaw
s
Review Variety
Guy Lodge
s
Porträt Renée Zellweger
Tages-Anzeiger / Fritz Göttler
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hAudio
On Judy Garland's 1969 London concerts
BBC / en / 50‘12‘‘
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