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Honeyland

Ljubomir Stefanov, Tamara Kotevska, Macedonia, 2019o

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Nestled in an isolated mountain region deep within the Balkans, Hatidze Muratova lives with her ailing mother in a village without roads, electricity or running water. She’s the last in a long line of Macedonian wild beekeepers, eking out a living farming honey in small batches to be sold in the closest city. Hatidze’s peaceful existence is thrown into upheaval by the arrival of the new owners of the neighboring plot of land - with their roaring engines, seven rambunctious children and herd of cattle.

Der vom Deza mitfinanzierte Film hat am Sundance Festival drei Preise gewonnen, an den Oscars war er als beste Doku und als bester internationaler Film nominiert. Nachvollziehbar ist das, abgesehen von der Schönheit der Landschaftsbilder, nicht. Man weiss nicht: Was ist da authentisch, was inszeniert, woran sterben die Bienen und Kälber? Und Hatidzes Gespräche mit ihrer Mutter sind geradezu quälend.

Thomas Bodmer

Es ist kein Film mit einer Öko-Botschaft, kein simpler "Rettet die Bienen"-Beitrag, zur aktuellen Stimmungslage. Gesellschaft und Natur sind in komplexer Balance. Und Hatidze ist fröhlich extrovertiert. Nicht sie haben mich gefunden, sagt sie von den Filmemachern, ich habe sie gefunden. Ein Film der Selbstgenügsamkeit. (Auszug)

Fritz Göttler

Galleryo

The Guardian, 9/10/2019
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No Film School, 5/1/2019
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Die Zeit, 11/20/2019
All rights reserved Die Zeit. Provided by Die Zeit Archiv
11/19/2019
Von Mund zu Mund

Land des Honigs: Ein eindrucksvoller Film über das Leben in der Natur mit den Bienen.

From Fritz Göttler

Sie trägt, wenn sie loszieht zum Honigsammeln, nur selten Maske und keine Handschuhe, braucht keinen Schutz vor den fröhlich wuselnden Bienen. Mit behutsamen Bewegungen holt sie die Waben aus den Felsenritzen, an den steilen, schwer zugänglichen Hängen des Gebirges in Nordmazedonien. Halbe-Halbe macht Hatidze mit den Bienen, sie lässt ihnen die Hälfte des von ihnen produzierten Honigs, und der, den sie mit hinunter nimmt und verkauft auf dem Markt in Skopje, ist besonders intensiv und gut. Ein Film der Selbstgenügsamkeit.

Hatidze muss früh los, auf schmalen Pfaden, durch widerspenstiges Gebüsch, ohne Sicherung, und die Filmemacher Ljubomir Stefanov und Tamara Kotevska bleiben dicht dran mit ihrem Team, Kamera- und Tonmann, sie schmiegen sich an die schmalen Vorsprünge, und immer ist in ihren Bildern die Wendigkeit Hatidzes ausbalanciert mit der Weite und Leere und Schönheit dieses Landes. Keine Sekunde kommt einem, wenn man diesen Film sieht, die übliche allzu kluge Unterscheidung zwischen Dokumentar- und Erzählfilm in den Sinn. Nirgendwo ist hier das Erzählen vom Erzählten abgesondert, dem Leben Hatidzes und ihrer Mutter. Erfahrung, die von Mund zu Mund geht, schrieb Walter Benjamin, ist die Quelle, aus der alle Erzähler geschöpft haben. Das ist die Zukunft des Kinos, sagt Tamara Kotevska: Fiktion, die wie Dokumentation, Dokumentation, die wie Fiktion aussieht.

Hatidzes Hemd hat die Farbe der Sonnenblumen. Honigfarben ist dafür das Licht der Dämmerung. Schwarz wie die Nacht ist es in der Hütte, wo die Frauen leben. Das Dorf drumherum ist verlassen, es gibt keine Elektrizität, keine Straßen, kein fließend Wasser. Die Mutter sieht nichts mehr und wälzt sich auf dem Bett herum. Ich werde nicht sterben, darauf beharrt sie. Mit Vergnügen mampft sie eine Banane, die Hatidze aus Skopje mitbrachte.

Es ist kein Film mit einer Öko-Botschaft, kein simpler "Rettet die Bienen"-Beitrag zur aktuellen Stimmungslage

Ein halbes Jahr hatten Ljubomir Stefanov und Tamara Kotevska sich kundig gemacht über Hatidze, hundert Tage haben sie gedreht, verteilt über drei Jahre, manchmal arbeiteten sie getrennt, mit jeweils einem der beiden Kameraleute. Mit einem besonders geländetauglichen Fahrzeug kamen sie immer wieder, übernachteten in Zelten. Den türkischen Dialekt, der in dieser Gegend gesprochen wird, verstanden sie nicht, die erste Schnittfassung fertigten sie allein auf Grund der Körpersprache der Personen. Der fertige Film wurde beim Sundance-Festival ausgezeichnet und ist Nordmazedoniens Beitrag für den Oscar.

Zwei Frauen allein, in Freiheit und Unabhängigkeit. Dann kommt ein Mann, Hussein, ein Nomade. Ein Vater, seine Frau, sieben Kinder, ein Campingwagen, eine Rinderherde. Mit ihm kommt das Patriarchat in die Fraueneinsamkeit. Es wird laut, die Kinder spielen und toben am Fluss, sie rutschen aus im Dreck, aber Hatidze kommt gut mit ihnen aus. Der Mann will auch ins Honiggeschäft, ohne Halbe-Halbe aber. Die Händler aus der Stadt blättern ihm Scheine in die Hand, sie wollen immer mehr. Wir verurteilen ihn nicht, sagen die Filmemacher, es ist das System, das wir verurteilen. Einen der Jungen zieht es zu Hatidze, er lässt sich zeigen, wie sie das macht mit den Bienen. Erfahrung, die von Mund zu Mund geht ... Es ist kein Film mit einer Öko-Botschaft, kein simpler "Rettet die Bienen"-Beitrag, zur aktuellen Stimmungslage. Gesellschaft und Natur sind in komplexer Balance. Und Hatidze ist fröhlich extrovertiert. Nicht sie haben mich gefunden, sagt sie von den Filmemachern, ich habe sie gefunden. Ein Film der Selbstgenügsamkeit.

All rights reserved Süddeutsche Zeitung. Provided by Süddeutsche Zeitung Archiv
Interview with directors Tamara Kotevska and Ljubomir Stefanov
/ Film Society of Lincoln Center
en / 4/23/2019 / 21‘06‘‘

Volksmusik aus Nordmazedonien
/ Tayfa Aliev
de / 3/8/2018 / 2‘45‘‘

Die Honigmacher: Porträt eines Bio-Imkers
Simone Reiners / ServusTV
de / 8/27/2018 / 47‘01‘‘

Traditionelle Korbimkerei in Niedersachsen
Dore Kleindienst-Andrée / Institut für den Wissenschaftlichen Film
de / 6/30/1983 / 13‘06‘‘

Movie Datao

Genre
Documentary 
Running time
85 Min.
Original languages
Serbo-Croatian, Macedonian, Turkish
Ratings
cccccccccc
ØYour rating8.0/10
IMDB user:
8.0 (6582)
cinefile-user:
< 10 votes
Critics:
< 3 votes q

Cast & Crewo

Hatidzhe MuratovaHerself
Nazife MuratovaHerself
Hussein SamHimself
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Bonuso

iVideo
Interview with directors Tamara Kotevska and Ljubomir Stefanov
Film Society of Lincoln Center, en , 21‘06‘‘
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Volksmusik aus Nordmazedonien
Tayfa Aliev, de , 2‘45‘‘
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Die Honigmacher: Porträt eines Bio-Imkers
ServusTV, de , 47‘01‘‘
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Traditionelle Korbimkerei in Niedersachsen
Institut für den Wissenschaftlichen Film, de , 13‘06‘‘
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gText
Review The Guardian
Cath Clarke
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Interview with cinematographer Samir Ljuma
No Film School / Emily Buder
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Review Die Zeit
Julia Dettke
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Review Süddeutsche Zeitung
Fritz Göttler
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