Melodie

Anka Schmid, Switzerland, 2025o

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Les chansons ont le pouvoir de créer des liens. Qu’il s’agisse d’une famille de réfugiés kurde, d’une bergère qui chante la bénédiction alpine, de prématurés à l’hôpital ou de personnes atteintes de démence, le chant suscite un sentiment de sécurité et de bien-être. Chanter en chœur exige une écoute profonde et une sensibilité mutuelle. Ce film est un plaidoyer pour la joie de vivre.

Singen ist eine eigentümliche, ursprüngliche Tätigkeit, das zeigt der neue Dokumentarfilm der Schweizer Regisseurin Anka Schmid schon in den ersten Bildern: Ein Frühchen liegt auf der Brust der Mutter, verbunden mit Schläuchen und Kabeln, während eine Frau mit einer Harfe daneben summt. Die Therapeutin erklärt, wie die Melodie die Klänge der Gebärmutter nachahmt, gedämpft und körpernah. Diese Szene erinnert an die tröstende Wirkung des Summens, wie man sie aus der Kindheit oder von Schlafliedern kennt. Schmid zeigt das Singen jenseits seiner künstlerischen oder kommerziellen Formen – als Ausdruck und Verbindung, als Erinnerung und Trost. Die Griechin Panagiota Georgilos etwa singt zwischen Garten und Kapelle, trauernd und betend, in Erwartung des Todes. In Norwich hilft Heather Edwards alten, teils dementen Menschen mit ihren «Come and Sing»-Treffen, sich durch Musik zu erinnern. Wenn eine scheinbar leere Miene plötzlich Worte mitformt, wird deutlich, wie tief Musik im Gedächtnis verankert ist. Die Regisseurin ordnet ihre Protagonistinnen und Protagonisten nicht systematisch, sondern assoziativ. Ob der Männerchor von Salmsach-Langrickenbach, die Sängerinnen mit Gänsehautmomenten oder Mina Inauen mit ihrem Alpsegen in den appenzellischen Bergen – alle finden im Singen eine Möglichkeit, sich mit der Welt zu verbinden, sie zu hören und gehört zu werden. Der Film wirkt ungezwungen formlos, die Episoden fügen sich spielerisch. In der Welt des Schlagers hiesse das wohl Medley oder Potpourri – beides eher verpönt, eben darum, weil es so ohrwurmt. Doch Melodie überzeugt gerade mit dieser fröhlichen, unangestrengt «kunstlosen» Offenheit: ein Film, der die Ohren über die Augen öffnet.

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Michael Sennhauser

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Movie Datao

Genre
Documentary 
Running time
87 Min.
Original languages
Swiss German, German
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Cast & Crewo

Anka SchmidDirected by
Anka SchmidScreenplay
Franziska ReckProduction